TSV Alemannia Aachen gegen SpVgg Unterhaching
18632 Zuschauer finden sich heute ein, um das Spiel der Alemannia gegen Unterhaching auf dem Tivoli zu verfolgen.
Die Aufstellung der Alemannia:
Torwart: 24 Christian Nicht
Feldspieler: 3 Alexander Klitzpera, 6 Willi Landgraf (für den gelb/rot gesperrten Pinto), 7 Reiner Plaßhenrich, 11 Erik Meijer, 19 Jan Schlaudraff, 21 Cristian Fiel, 23 Laurentio Reghecampf, 27 Emil Noll, 28 Mirko Casper (für den gelb/rot gesperrten Sichone), Sascha Rösler
Aachen beginnt die erste Hälfte mit der typischen Aachener Anfangsphasenoffensive. In der 5. Minute steht Schlaudraff auf einmal schussbereit vor dem Tor, allerdings kann er aus spitzem Winkel kein Tor erzielen - der Torwart der Hachinger wehrt den Ball zum Einwurf ab.
In der 8. Minute gibts die erste richtig gute Torchance: Fiel schlägt den Ball bei einem Freistoß für Aachen aus dem Mittelfeld nach vorne, Klitzpera kommt noch an das Leder, lenkt es zu Rösler. Der braucht nur noch seinen Fuß hinzuhalten, aber der gegnerische Torwart kann den Ball mit einer guten Reaktion zur Ecke klären. Schade!
In der 18. Minute passiert die erste Aktion, bei der man Unterhaching erwähnen sollte: ein Unterhachinger erhält eine gelbe Karte. Fiel wird zum wiederholten Mal von besagtem Spieler gefoult, was für den "Täter" die gelbe Karte zur Folge hat.
Der Schiedsrichter fällt heute auch besonders auf: Er hat bis zur 18. Minute schon zweimal Abseits gepfiffen, wo eigentlich gar keines zu pfeifen war. Dies wiederholt sich im Laufe des Spiels noch öfters.
Doch manchmal entscheidet der Schiri auch richtig, z. B. eine Minute später, als Emil Noll in der Hälfte des Gegners gefoult wird. Das gibt die zweite gelbe Karte für Unterhaching in nicht allzu langer Zeit ...
Aber Aachen lässt sich von den Fouls nicht beirren. In der 20. Minute schlägt Reghecampf eine Ecke (übrigens schon die Dritte für Aachen) in den Strafraum, Casper bekommt den Ball an den Hinterkopf und köpft ihn deshalb knapp am Tor vorbei. Aber es war eine gute Chance!
Danach kommt erstmal ein wenig Ruhe ins Spiel. Aachen ist vom Ballbesitz her immernoch überlegen, aber Unterhaching hatte mittlerweile auch schon ein paar Chancen. Doch keine der beiden Mannschaften schafft es nun mehr zwingende Torchancen zu erspielen.
Erst in der 36. Minute bringt Aachen wieder Pepp in die Partie: Zuerst bekommt Rösler den Ball nach einem Freistoß für Aachen nicht richtig. Schließlich gelangt der Ball auf umwegen zu Erik Meijer, der zieht aus spitzem Winkel ab ... aber der Torwart kann zur Ecke abwehren. Auch bei der Ecke muss der Torwart seine Fäuste einsetzen, um den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, doch Schlaudraff bekommt ihn noch und läuft wieder auf das Tor zu, versucht den Ball über den Hachinger Torwart drüber zu spitzeln, doch dieser holt sich den Ball noch gerade so eben aus der Luft.
Später in der 38. Minute gibts die nächste gelbe Karte, diesmal für Aachen: Laurentio Reghecampf versucht sich den Ball zu erkämpfen, foult dabei aber den Gegner von hinten und bekommt dafür die gelbe Karte. Aber er ist nicht der Einzige: Eine Minute später foult ein Unterhachinger einen Aachener. Und weil der Unterhachinger Spieler schon eine gelbe Karte hatte, fliegt er durch die gelb/rote Karte vom Platz. Unterhaching jetzt also nur noch mit 10 Mann auf dem Platz. Ist das die Chance für Aachen das Spiel zu entscheiden?
Zumindest bleiben die Gelb/Schwarzen weiter "am Ball": Nur zwei Minuten später haben sie die nächste, große Chance. Fiel und Schlaudraff spielen einen Doppelpass im Mittelfeld, Fiel gibt zurück auf Noll, der passt wieder nach vorne auf Schlaudraff. Schlaudraff läuft ein Stück, gibt den Ball dann zu Reghecampf und der schießt ... den Ball in das Außennetz. Schade!
Bis zur Halbzeitpause hat Aachen noch einige weitere Chancen, aber es fällt kein Tor. Zur Halbzeit also 0:0.
Die zweite Halbzeit beginnt Aachen so ähnlich wie die Erste: Offensive! Besonders zu erwähnen ist der Schuss von Willi Landgraf, der aus 25 Metern Torentfernung aber leider nur an die Latte geht.
Doch da kommt unerwartet ein gefährlicher Angriff von Unterhaching: Ein Unterhachinger passt in den Aachener Strafraum, Nicht kommt aus seinem Tor, doch der Unterhachinger, der den Pass bekommen hat, tunnelt Nicht! Nicht kann den Ball nur noch in aller letzter Sekunde ins Aus lenken. Das war gefährlich!
Und dann fangen die gelben Karten mal wieder an: In der 54. Minute legt sich Schlaudraff den Ball zu weit vor und rutscht in den gegnerischen Torwart hinein. Meijer muss ihn ein bisschen schützen, denn es sieht so aus, als wollten die anderen Unterhachinger auf Schlaudraff einstürmen, um für das Foul Rache an ihm zu nehmen. Aber zum Glück passiert das nicht - Schlaudraff bekommt nur die gelbe Karte. Was heißt nur, damit ist er im nächsten Spiel gesperrt!
Und dann wirds endlich mal richtig spannend. Vier Minuten später, also in der 58. Spielminute gibts einen Elfmeter für Aachen. Der Ball ist einem Unterhachinger Spieler an die Hand gesprungen - ob das ein absichtliches Handspiel war oder nicht, ließ sich nicht erkennen. Zumindest sagt der Schiri, dass es eines war. Also, Elfmeter: Tonaufnahme!
Jaaaahh! 1:0! Endlich! Torschütze Laurentio Reghecampf! Die Führung ist verdient, wie ich finde (mal davon abgesehen, dass ich ein Aachenfan bin :-)).
Nach dieser erfreulichen Nachricht kommt jetzt wieder eine nicht so tolle: Wenige Minuten später mäht Landgraf einen gegnerischen Spieler um - die nächste gelbe Karte.
Irgendwie kommen die gelben Karten meistens im Doppelpack: In der 62. Minute wird schon wieder Fiel gefoult und es gibt die nächste gelbe Karte - zur Abwechslung mal für Unterhaching.
Auch wenn Aachen jetzt mehr Angriffe hat als in der ersten Halbzeit - auch Unterhaching kommt manchmal in den Strafraum der Aachener. Das Spiel ist also insgesamt abwechslungsreicher geworden. Doch Aachen behält trotzdem das Spiel im Griff.
Willi Landgraf, der in diesem Spiel ganz gut gespielt hat, wird in der 75. Minute von Tomas Stehle abgelöst.
Und dann passiert das Schreckliche: Unterhaching greift an, Klitzpera setzt sich nicht konsequent durch, lässt den Unterhachinger Spieler zuerst durch und foult ihn dann im Strafraum, als er merkt, dass er einen Fehler gemacht hat. Das bedeutet: Elfmeter für Unterhaching in der 77. Minute: Tonaufnahme!
Gott sei Dank! Es bleibt beim 1:0! Und ich dachte schon...!
Hecking geht auf Sicherheit: Er wechselt in der 81. Minute Jan Schlaudraff (Stürmer) gegen Goran Sukalo (Mittelfeld) aus. Das Mittelfeld soll gefestigt werden, damit der 1:0-Vorsprung gehalten, wenn nicht sogar ausgebaut werden kann - vermute ich zumindest.
Sechs Minuten später verlässt auch Erik Meijer das Feld. Für ihn kommt Marius Ebbers. Der soll wahrscheinlich den Sturm noch mal neu organisieren.
Bis zur 90. Minute passiert nicht mehr viel. Doch dann kommt Aachen in der Nachspielzeit nochmal in eine brenzlige Situation:
Unterhaching kriegt einen Freistoß, Torentfernung ca. 25 Meter. Der Schiedsrichter pfeift an und wieder ab. Aber nicht, weil das Spiel zu Ende ist, sondern weil er Thomas Stehle eine gelbe Karte gibt - warum weiß ich nicht. Vielleicht hat sich Stehle zu früh aus der Mauer gelöst? Jedenfalls muss der Freistoß wiederholt werden: Schuss, Too... nein, doch nicht! Puuh! Der Ball geht rechts am Tor vorbei! Das war aber knapp! Das wäre fast noch das 1:1 in der Nachspielzeit gewesen!
Und dann ist es vorbei! Alemannia Aachen gewinnt am 06. Februar 2006 das zweite Heimspiel der Rückrunde mit 1:0 gegen Unterhaching.
Na, das sieht doch nicht schlecht aus. Damit stehen die Gelb/Schwarzen jetzt auf dem zweiten Platz und können ihren Vorsprung auf den vierten Platz weiter ausbauen. Aber es kommen noch schwere Spiele auf die Aachener zu ...
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